Song of the Week: Shackles

Von Ulrich Meldau, Kantor, Kirchenkreis zwei

Junge Menschen singen Pop & Gospel gegen den Corona Blues.Unter diesem Motto startete das Projekt Anfang Mai.

Bereits gegen 2000 Mal wurden die Songs of the Week aus dem Kirchenkreis zwei mittlerweile auf YouTube angeklickt. Vielleicht konnten sie etwas Auflockerung und Freude in eine Zeit bringen, die aktuell durch Lockerungen des Lockdowns ebenso geprägt ist wie durch plötzlich wieder steigende Fallzahlen.

Der Urban Gospel «Shackles» des Singer-Songwriter Duos «Mary Mary» spricht von Befreiung durch Lobpreis in Musik und Tanz und so funktionierten zwei Engemer Konfirmandinnen «ihre» Kirche, die würdige «Zürcher Sacré-Coeur», mal eben zu einer Tanzbühne um. Der ältere Bruder der einen, der schon als kleiner Junge im Kinderchor Enge sang, übernahm den Saxophon-Part und brachte gleich einen ZHDK-Studienkollegen als Trompeter mit.

Die Solosängerin war bei der Jungen Kantorei Enge in verschiedenen Ensembles wie den Ängi Voices und dem Jugendchor aktiv und den Chor-Part übernahmen  einige aus den früheren Songs of the Week bekannte Solistinnen sowie weitere Jugendchor Mitglieder.

Die musikalische Leitung des Projekts haben Barbara und Ulrich Meldau.

Song of the Week Juni 2020

Song of the Week Mai 2020

Neuer Name für Lutherwiese

Auf Initiative der Lesegruppe «Frauen Lesen» im Kirchenkreis zwölf heisst der bisher als Lutherwiese bezeichnete Spielplatz hinter dem Offenen St. Jakob im KIrchenkreis vier fünf jetzt offiziell Mentona-Moser-Anlage. Mentona Moser war eine bedeutende Schweizer Revolutionärin. Der Roman, den Eveline Hasler über sie geschrieben hat, hat die Lesegruppe des Kirchenkreises zwölf dazu veranlasst, einen Antrag auf Umbenennung an die Strassenbenennungskommission zu stellen. Mit Erfolg. Am 2. Juli wurde die neue Namenstafel enthüllt.

Auf der ganzen Welt werden zurzeit die Denkmäler und Strassennamen der westlichen Welt diskutiert: Sie ehren nicht selten problematische Persönlichkeiten – und fast ausschliesslich Männer. Jetzt, auf dem Höhepunkt der Diskussion, wurde ein zentraler Platz in Zürich nach einer Frau benannt. Auf Initiative einer Gruppe, die vielen kein Begriff sein dürfte.

Eine produktive Lesegruppe

«Frauen Lesen» nennt sich der Lesekreis, die der Kirchenkreis zwölf der reformierten Kirchgemeinde seit rund 20 Jahren organisiert. Rund zwölf Frauen treffen sich regelmässig, um gemeinsam Bücher von und/oder über Frauen zu lesen. Vor ungefähr einem Jahr lasen sie «Tochter des Geldes» von Eveline Hasler, ein Roman über die Schweizer Revolutionärin und Moser-Erbin Mentona Moser, wie Pfarrerin Hanna Kandal erzählt, die die Lesegruppe organisiert und leitet.

«Die Geschichte von Moser hat uns nachhaltig fasziniert und berührt», sagt Kandal. So nachhaltig, dass die Mitglieder der Lesegruppe gemeinsam einen Antrag an die Zürcher Strassenbenennungskommission stellten. Am 2. Juli, ein Jahr später, findet sich eine kleine Gruppe Menschen auf der Wiese hinter der Citykirche Offener St. Jakob ein. Sie wartet darauf, dass eine neue Namenstafel enthüllt wird: Mentona-Moser-Anlage. Bisher war der Spielplatz als Lutherwiese bekannt.

Eine Berufsrevolutionärin

Mehr darüber, wer Mentona Moser war, erzählt Hannes Lindenmeyer vom Quartierverein in einem kurzen Input: eine eigentliche Berufsrevolutionärin. 1874 als Tochter einer der reichsten Familien der Schweiz geboren, wandte sie sich bald sozialen und politischen Themen zu. In London besuchte sie Kurse über Soziale Arbeit und leistete freiwillige Unterstützung in sozialen Brennpunkten. Zurück in Zürich engagierte sie sich in der Sozialdemokratischen Partei, trat später aber wieder aus, um der Kommunistischen Partei beizutreten. Der Idealismus Mosers führte sie später nach Russland und nach Deutschland, wo sie sich am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligte. 

Ein Hauptaugenmerk Mentona Mosers hätte immer den Kindern gegolten, erzählt Hanna Kandal. In Zürich habe sie sich stark dafür eingesetzt, dass Freiräume geschaffen werden, in denen sie sich in sicherem Umfeld austoben dürfen. «Das war damals noch überhaupt nicht gewöhnlich», sagt Lindenmeyer. «Auf der nahegelegenen Bäckeranlage war Kindern das Spielen verboten.» Erst auf den Druck Mentona Mosers hin eröffnete Zürich 1909 schliesslich den ersten Kinderspielplatz der Stadt. Hinter dem Offenen St. Jakob, auf der heutigen Mentona-Moser-Anlage.

Gottesdienst am 5. Juli Alte Kirche Albisrieden

Die Sommerferien sind zwar nicht biblisch belegt, aber das «Sabbat-Halten» ist ein Gebot. «Ruht euch ein wenig aus» sagt auch Jesus. Vor diesem Hintergrund blicken wir auf freiwillige und verordnete Auszeiten in unserem Leben.


Online-Gottesdienst am 5. Juli Alte Kirche Albisrieden
Dauer: 31 Minuten
Pfarrerin: Muriel Koch
Musik:
Pamela Schefer, Orgel
Anna-Maria Locher, Gesang
(Aufgezeichnet am Dienstag, 30. Juni 2020)

Neun Frauen und drei Kinder leben in der Herberge für geflüchtete Frauen

Annette Lory, Leiterin der «Herberge für geflüchtete Frauen und Kinder»

Das auf drei Jahre befristete Projekt «Herberge für geflüchtete Frauen und Kinder» ist im Januar 2020 mit einer Bewohnerin gestartet. Mittlerweile leben neun Frauen und drei Kinder in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Krankenstation in Wiedikon.

Im grossen Wohnzimmer im 5. Stock ist heute Morgen noch nicht viel Betrieb. Einzig Lara, die 13-jährige Tochter von Isabelle, brütet bereits über ihren Haushausaufgaben. Und Sonbul, der Herbergskater, wartet darauf, dass er endlich gebührend wahrgenommen wird. Noch gibt das Corona-Virus den Takt vor: Sämtliche Deutschkurse vom Solinetz sind abgesagt und auch die Wohnungssuche der Frauen ist auf Eis gelegt.

Das unbestrittene Highlight der Woche aber ist, aber auch in diesen Zeiten, der Besuch der «Schweizer Tafeln», deren Bus jeden Montag vor der Herberge haltmacht. Wer zufälligerweise genau dann vorbeispaziert, könnte glauben, versehentlich auf einem orientalischen Markt gelandet zu sein. Eine Gruppe von Frauen steht auf dem Gehsteig und wählt Gemüse, Früchte oder andere Lebensmittel aus. Eine Frau fragt sich, ob das Fleisch, das angeboten wird, wirklich noch geniessbar ist. Eine andere möchte wissen, wie Mangold am besten zubereitet wird.

In der Corona-Krise ist das Kochen und Backen zu einem  beliebten Zeitvertrieb geworden, die Frauen überbieten sich gegenseitig mit leckeren, selbst gebackenen Kuchen und köstlichen Speisen aus ihren Herkunftsländern.

Aus dem Wohnzimmer sind Stimmen und Lachen zu hören. Wenn einer Frau die Betriebsamkeit mal zu viel wird, kann sie sich ins eigene Zimmer zurückzuziehen, um zu lesen, Musik zu hören oder sich in Ruhe unter vier Augen zu unterhalten.

Aber auch die regelmässigen Gespräche mit der Leiterin der Herberge und die WG-Sitzungen, sind wichtige Fixpunkte im Alltag der Frauen. Einer Frau mit drei Kindern ist es (trotz Corona-Krise) gelungen, eine eigene Wohnung zu finden, was den anderen Frauen Hoffnung gibt, bald auch ein festes Zuhause zu haben.

Grossmünster

Sommerführungen durch die Altstadtkirchen

Summer in the City. Dieser Feriensommer wird speziell, denn Auslandreisen sind aus aktueller Sicht noch etwas heikel. Viele Züricherinnen und Zürcher werden deshalb mehr Zeit in der Region und in der Stadt verbringen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, «ihre» zwei Münster auf einer Führung neu kennenzulernen oder sie gar erst zu entdecken.

Grossmünster und Fraumünster entdecken

Grossmünster und Fraumünster prägen Zürichs Innenstadt. Jedes Jahr besuchen über eine Million Gäste aus aller Welt die beiden Wahrzeichen. Sie bestaunen Marc Chagalls berühmte Glasfenster im Fraumünster, entdecken die modernen Fenster von Sigmar Polke im Grossmünster, besuchen das Kryptamuseum oder die Schriftensammlung. Oder sie sammeln sich in einem Moment der Stille zur Andacht in einem der Kirchenräume.

Im Gegenzug fliegen die Zürcherinnen und Zürcher über den Sommer gerne aus und entdecken fremde Gefilde. Im Corona-Sommer 2020 bleiben wahrscheinlich aber viele von ihnen zu Hause – die ideale Gelegenheit, ihre Stadt neu zu entdecken! Für alle, die sich schon mal einstimmen wollen: Summer in the City!

Mehr erfahren über die Polke- und Chagall-Fenster

Für sie öffnen die Zürcher Münster ihre Türen und laden von Mitte Juli bis Mitte September zu den «Sommerführungen Altstadtkirchen» ein. Professionelle Guides erklären Legenden, die Bau- und Kunstgeschichte und erschliessen die Geschichten hinter den Glasfenstern von Marc Chagall und Sigmar Polke. Die Führungen sind öffentlich und finden jeweils am Montagabend sowie am Donnerstag-, Samstag- und Sonntagnachmittag statt. Es werden kleine Gruppen gebildet. Die Headsets garantieren trotz des Corona-Sicherheitsabstands ein optimales Hörerlebnis.

Führungen von Juli bis September buchen

Die Führungen finden vom 13. Juli bis 12. September viermal pro Woche statt. Sie dauern 60 Minuten und kosten zehn Franken pro Person bzw. fünf Franken mit Legi/Kulturlegi. Eine Anmeldung im Voraus ist erwünscht. Falls es noch freie Plätze gibt, dürfen gern auch Kurzentschlossene auf die Tour mitkommen. Bitte finden Sie sich rund zehn Minuten vor Führungsbeginn am Treffpunkt vor dem Haupteingang des jeweiligen Münsters ein.

Führungen vom 13. Juli bis 12. September:
Montag, 18 Uhr; Donnerstag, 14 Uhr; Samstag, 14 Uhr; Sonntag, 14 Uhr
Folgende Führungen werden angeboten: 
Kunsthistorische Führung durchs Grossmünster
Die Glasfenster von Sigmar Polke im Grossmünster
Kunsthistorische Führung durchs Fraumünster
Die Glasfenster von Marc Chagall im Fraumünster

Wann welche Führung stattfindet, entnehmen Sie bitte dem Programm.

Besammlung: 10 Minuten vor Beginn beim jeweiligen Haupteingang

Lust auf Gospel? Kung Wala Ka

Der Gospelchor Oberengstringen hat mit «Kung Wala Ka» ein zweites Lied online miteinander gesungen. Gerne nehme ich hier nochmals das Zitat des indischen Lyrikers, Philosophen, Malers, Komponisten und Musikers Sir Rabindranath Tagore auf: Gott achtet dich, wenn du arbeitest und er liebt dich, wenn du singst.

Chorleiter Fritz Carmelo Mader hat seine Wurzeln unter anderem in den Philippinen – deshalb hat er dieses Mal ein Lied auf philippinisch ausgesucht.

Wer Lust hat, kann mitsingen. Oder einfach nur geniessen.

Hier könnt Ihr You are the Sun vom Gospelchor Oberengstringen hören.

Lieber Herr Harald Naegeli

Ein Brief von Regine Bernet

Seit einigen Wochen ist auf der strassenseitigen Fassade des Kirchgemeindehauses Hottingen ein tanzender Knochenmann mit Sense zu sehen. Auch ohne Fachgutachten sind wir sicher: ein echter Harald Naegeli!

Ohne zu zögern haben alle Mitglieder unserer Kirchenkreiskommission sieben acht sich dafür ausgesprochen, dass der Knochenmann Bleiberecht haben soll. Sie haben uns ein Geschenk gemacht, das wir gerne annehmen.

Das Graffito ist schön und dynamisch, und es ist in vielen Bezügen verankert. Der Sensenmann ist vielleicht aus der Grube unter dem Bodengitter heraufgestiegen. Oder er ist abgehauen aus dem Totentanzprojekt in den Türmen des Grossmünsters, das seit letztem Sommer stockt, und hat hier einen neuen Platz zum Tanzen gefunden. Schon früher gab es einen Naegeli an diesem Kirchgemeindehaus (leider wurde er versprayt und musste entfernt werden), ein weiterer, etwas schlichter Kollege figuriert am Kirchgemeindehaus Neumünster. Sie selber wurden in Fluntern geboren, haben früher in Hottingen gewohnt und sind auch heute wieder im Quartier. Auch wenn es nicht vernünftig ist und wohl auch nicht in Ihrem Sinn: ein einheimischer Knochenmann schreckt weniger.

In Sachen Tod gilt die Kirche ja als kompetent, gleichsam zuständig für den Umgang mit dem grossen Thema. Dieser Knochenmann wurde zudem in Zeiten von Corona gesprayt, als wir alle ein wenig dünnhäutiger waren, manche gar verängstigt. Er wird uns in Zukunft an diese Periode erinnern. Es hat uns auch gefallen, dass Sie in dieser Zeit Hauseigentümer mit Bildergaben motiviert haben, ihren Geschäftsmietern die Miete zu erlassen, wenn sie wegen Corona keine Einnahmen hatten. 

Der Knochenmann von Hottingen wird vielen Menschen Anlass geben, eine Pause einzulegen für ein paar Gedanken zur Kunst, zum Tod oder zur Frage, was eine Hausfassade schön oder hässlich macht.

Wir bedanken uns herzlich für das Kunstwerk, das Sie uns geschenkt haben, und grüssen Sie freundlich!

Für die Kirchenkreiskommission sieben acht
Regine Bernet

Sommerbuchtipps: Teil 2

Das Coronavirus hat so manche Sommerferienpläne durchkreuzt. Statt Trübsal zu blasen über die abgesagten Aktivferien oder die Städtetour durch Europa: Widmen Sie sich doch dem Naheliegenden. Nutzen Sie die freigewordene Zeit fürs Lesen von Schweizer Autoren! In unseren Sommerbuchtipps empfehlen wir Ihnen einen wunderbaren Roman und einen mitreissenden Krimi, der in Zürich spielt. Tauchen Sie ab in diese beiden literarischen Abenteuer!

Liebe Romanfans!

«Sagte Liesegang» – was mag wohl hinter diesem Titel stecken? Schon auf den ersten Seiten des Romans von Ralf Schlatter ahnt man, dass man nicht ein alltägliches Buch in den Händen hält. Der in Albisrieden wohnhafte Autor nimmt einen mit auf eine aussergewöhnliche Reise durch das Leben eines Seismologen, Alfons Liesegang nämlich. Dieser, soeben verstorben, lässt sich auf einen Deal mit einem Engel ein: Solange Liesegang aus seinem Leben erzähle, solange dürfe er danach noch einmal auf die Erde zurück. Und so ist man bereits mitten drin in dieser sprachlich umwerfend raffiniert erzählten Lebensgeschichte, einem einzigen Monolog. Beginnen Sie nur zu lesen, wenn Sie gerade genügend Zeit haben: Weglegen mag man dieses Buch nämlich nicht, bevor die letzte Seite gelesen ist.

Ralf Schlatter
Sagte Liesegang
Limbus, CHF 25.90

Liebe Krimifans!

Möchten Sie die Stadt Zürich einmal auf eine kriminelle Art erleben? Dann tauchen Sie ein in die Welt der Privatdetektivin Enitta Carigiet. Kalkbreite, Hardau, Letzigrund: Wenn man der Badenerstrasse weiter folgt, landet man irgendwann in Altstetten. Und so heisst auch der neue Krimi des Zürcher Autors Mike Mateescu. Er lässt darin Enitta Carigiet ihr viertes Abenteuer erleben. Diesmal stehen die Privatdetektivin selbst und auch ihre Schwester Janita im Visier eines Mörders. Dieser hat bereits mehrere Protagonisten eines neuen Films über Enittas beruflichen Erfolg auf dem Gewissen. Wenn sie die Schweizer Premiere ihres Films noch erleben will, muss sie etwas unternehmen. Eine atemlose Flucht quer durch ihr geliebtes Zürich beginnt. 

Mike Mateescu
Altstetten – Enitta Carigiets viertes Abenteuer
Emons, CHF 16.90

Gottesdienst am 28. Juni Offener St. Jakob

Zwinglis Pestlied – wie weiter nach der Krise?

Was könnte uns Zwingli für das Weiterleben nach der Krise raten? Einige Ideen finden sich in seinem Pestlied, das er kurz nach seiner eigenen Erkrankung und Genesung dichtete. „Konsequent und mehr als je zuvor die eigene Lebensform wählen“ – so lautet die unmittelbare Erkenntnis aus der eigenen Erfahrung mit der Sterblichkeit. Der zweite Rat, durch die Krankheit angestossen und ist im Gebet gereift, lautet: „Den eigenen Weg in tiefer Verbundenheit mit allem Leben gehen.“ 

Wie genau? Und wie heute? Darüber denkt Patrick Schwarzenbach in der Predigt nach während Susannah Haberfeld und Sacha Rüegg die Antworten musikalisch erfahrbar machen.   


Online-Gottesdienst am 28. Juni Offener St. Jakob
Dauer: 24 Minuten
Pfarrer: Patrick Schwarzenbach
Musik:
Susannah Haberfeld, Gesang
Sacha Rüegg, Orgel und Klavier
(Aufgezeichnet am Dienstag, 22. Juni 2020)

Pilgertipp: Berner Oberland Weg

Der Sommer wird dieses Jahr anders als sonst. Wir geben Euch hier in regelmässigen Abständen Tipps, wo man Ferien im eigenen Land machen kann und trotzdem Ruhe und Besinnlichkeit findet: beim Pilgern auf Schweizer Pilgerwegen. Es muss nicht Santiago de Compostela sein. Auch hier gibt es Wege, die sich anbieten, um der Hektik und dem Alltag zu entfliehen – und in Bewegung einfach mal innezuhalten.

Unser Tipp: Berner Oberland Weg

Dieser Pilgerweg ist eher einer der kürzeren:  Er verbindet in verschiedenen Varianten den Brünigpass mit Amsoldingen und führt an Interlaken vorbei. Seine rund 100 Kilometer verlaufen fast ausschliesslich entlang dem Brienzer- und dem Thunersee – im Schatten der überwältigenden umliegenden Bergwelt.

Mehr Informationen über den Berner Oberland Weg.

Wenn Sie sich über Pilgern, Pigerreisen oder Pilgertreffen informieren wollen, sind Sie auf der Website des Pilgerzentrums St. Jakob richtig.

Mehr über das Pilgern finden Sie auch in unserem Kirchenmagazin reformiert.lokal, das am Freitag, 26. Juni in den Briefkästen unserer Mitglieder ist oder bereits ein paar Tage vorher in digitaler Form auf unserer Website aufgeschaltet wird. Es lohnt sich!

In unserem Video-Beitrag vom 14. Mai berichtet Pfarrer Roland Wuillemin über seine Pilgerreise von Zürich nach Santiago de Compostella. Vielleicht haben Sie ja Lust, dieses Video (nochmals) anzuschauen.