Weihnachten 2020

Musikgottesdienst am 25. Dezember Kirche Oberstrass

In diesem Jahr feiern wir Weihnachten existenziell, existenziell einfach und auf das Wesentliche bezogen. So wie Maria damals, die Jesus geboren hatte, und Josef, der ihr beistand in einer ärmlichen Futterkrippe. Unsere eigene Existenz als Menschen wird in diesem Jahr gesegnet mit Ruhe und Gesundheit. So sind wir nicht einsam, sondern gemeinsam einsam zum Schutz unserer gesundheitlichen Existenz.

Wir bitten Sie um Kollekte für die Schweizerische Stiftung für die Förderung und Unterstützung von Berufsmusikerinnen und Berufsmusikern (SMV Stiftung)
IBAN Spendenkonto: CH38 0900 0000 3054 5197 7
PC-Konto: 30-545197-7

Gottesdienst am 25. Dezember 2020 Kirche Oberstrass
Dauer: 30 Minuten
Pfarrerin Carina Russ
Musik:
Sacha Rüegg, Klavier
Emily Scheidegger, Gesang
Hiroko Drofenik-Fukuda, Gesang
Sigrist:
Yiu Wing Kwok
Produktion:
Lukas Bärlocher, Bärlocher Productions
(Aufgezeichnet am 15. Dezember 2020)

Heiligabend 2020

Gottesdienst am 24. Dezember (Heiligabend) aus vier Kirchen

An Heiligabend feiern wir die Geburt Jesu. Josef und Maria haben sich von Nazareth auf den Weg nach Bethlehem gemacht, wo Jesus wird in einem Stall geboren wird. In unserem Gottesdienst dreht sich alles um die Weihnachtsgeschichte. Dieses Jahr sind wir zwar verbunden in unserer christlichen Tradition (und über neue digitale Kanäle), aber dennoch feiern wir alleine oder in sehr kleinem Kreis.

Den Gottesdienst an Heiligabend haben wir ganz in diesem Sinne an vier verschiedenen Orten in der Kirchgemeinde Zürich aufgezeichnet. Lassen Sie sich überraschen. Feiern Sie mit uns, Gottesdienst an Heiligabend, in dem wir die Weihnachtsgeschichte traditionell und gleichzeitig mit aktuellen Details erzählen.

Gottesdienst am 24. Dezember 2020
Dauer: 24 Minuten
Pfarrerin Nathalie Dürmüller
Vikar Severin Hirt
Pfarrerin Liv Zumstein
Musik:
Janet Dawkins, Gesang
Ralph Zöbeli, Kontrabass
Martin Günthardt, Klavier
Produktion:
Lukas Bärlocher, Bärlocher Productions
(Aufgezeichnet am 3., 10. und 18. Dezember 2020)

Weihnachten findet statt

Meine schönste Weihnachtserinnerung

Weihnachten findet statt! So heisst es seit Wochen, seit Monaten. Aber die hohen Infektionszahlen ziehen Beschränkungen nach sich. Nichtsdestotrotz findet Weihnachten statt – halt einfach ein wenig anders als sonst. Das Erinnern an unsere schönsten Weihnachtserfahrungen ist wärmend, nicht nur in diesem besonderen Jahr. Wer kommt nicht innerlich ins Schmunzeln – und meist auch äusserlich ins Lächeln -, wenn er oder sie an seine/ihre schönsten Weihnachsterinnerungen denkt? Hier ein paar Erinnerungen von Menschen aus der Kirchgemeinde Zürich…

«Frieden unter den Religionen» Offene Weihnachten in einer übervollen Helferei an der Kirchgasse. Die unterschiedlichsten Menschen treffen sich zum Essen, zum Gottesdienst, zum Glühwein und Tanz. Vor ein paar Jahren lebte eine Flüchtlingsfamilie aus der Türkei in unserer Notwohnung. Inmitten der Freiwilligen, die kochen und Essen austeilen, stand mit lachendem Gesicht der Vater. Ein Muslim hat für uns Christen an Heiligabend gekocht. Ehre sei Gott in den Höhen und Frieden unter den Religionen auf Erden! Christoph Sigrist, Pfarrer

«Der besondere Schmuck» Mein Vater brachte alljährlich eine wunderschöne Nordmanntanne aus dem Wald nach Hause. Kurz vor Heiligabend wurde sie ins Haus geholt und über Nacht vom Christkind prachtvoll geschmückt. Meine Kinder dürfen sich jedes Jahr mit ihrem Vater ihren Lieblingsbaum aussuchen, den wir gemeinsam kunterbunt schmücken. Und an Heiligabend entdecken sie jeweils einen ganz besonderen Schmuck, der das Christkind heimlich über Nacht an unseren Baum gehängt hat. Katja, Mitglied der reformierten Kirchgemeinde Zürich

«Das mystische Lichtermeer» Wir feierten als Familie jeweils am 25. Dezember Weihnachten. Die Sigristin entzündete am späten Abend auf dem Vorplatz der Kirche immer ein Lichtermeer von Kerzen. Am liebsten ging ich allein nach draussen, um dieses Licht in aller Stille zu erleben. Das Feiern in der Kirche und zu Hause fand ich auch schön. Aber das stille Erleben der vielen Lichter liess mich schon früh etwas von der Mystik von Weihnachten erahnen. Roland Wuillemin, Pfarrer

«Endlich zu dritt mit Rollschinkli und Bohnen» Der 24. Dezember vor neun Jahren wird mir und meinem Mann immer in Erinnerung bleiben. Wir durften an diesem Tag endlich unsere Tochter nach Hause nehmen. Ich erinnere mich an die grosse Dankbarkeit, die uns an diesem Heiligen Abend erfüllte. Aber auch daran, wie fröhlich wir waren, als wir nach alter Familientradition unser Rollschinkli mit Bohnen und Kartoffelgratin zubereiteten und dabei kaum den Blick von dem herzigen Baby in der Wippe abwenden konnten. Sibylle, Mitglied der reformierten Kirchgemeinde Zürich

«Aus voller Kehle» Von weitem hörte ich feierlich fröhliche Musik und in meiner Nase breitete sich ein feiner Wohlgeruch aus. So wurde ich am ersten Weihnachtstag sinnlich geweckt. Der Zopf stand später zum Auskühlen auf dem Balkon und die Trompeten und der Chor hörten nicht auf, von der frohen Kunde zu erzählen. Später – und das kam wirklich nur an Weihnachten vor – kam meine Schwester mit mir in den Gottesdienst. Ehrlich gesagt gingen wir nur, um gemeinsam und aus voller Kehle das «O du fröhliche» zu singen. 
Liv Zumstein, Pfarrerin

«Eine Gioia als grösstes Geschenk» Meine schönste Weihnacht war, als unser jüngstes Kind am 24. Dezember zur Welt kam. Die ganze Familie war im Spital versammelt und sagte unisono: «Mama, du musst heimkommen, wir bereiten alles vor, aber Weihnachten ohne dich geht nicht! Die Freude über das neue Familienmitglied war so gross, dass sogar das Geschenkeauspacken fast vergessen ging. In einer spontan einberufenen Familienkonferenz haben wir dann entschieden, dass das bis dahin noch namenlose Kind Gioia, Freude, heissen sollte. Tamara, Mitglied der reformierten Kirchgemeinde Zürich

Wenn Ihr an Heiligabend und/oder an Weihnachten zwar gerne einen Gottesdienst feiern wollt, aber lieber von daheim aus, empfehlen wir Euch unsere Online-Gottesdienste auf YouTube.

Hier die Daten unserer Online-Weihnachtsgottesdienste:
Heiligabend ab 16 Uhr auf YouTube und um 17.30 Uhr auf Tele Züri
Erster Weihnachstfeiertag ab 9 Uhr auf YouTube und um 9.30 Uhr auf Tele Züri




Gospelchor Oberengstringen

Frohe Weihnachten wünscht der Gospelchor Oberengstringen

Der Gospelchor Oberengstringen wünscht mit «Hark The Herald Angel Sing» allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, neues Jahr.

Festlich gestylt, traf man sich nach genauem Fahrplan über einen ganzen Tag verteilt in coronakonformen Kleingruppen zum Einsingen, zu einer professionellen Audio-Aufnahme und zum anschliessenden Videodreh in der reformierten Kirche. Und dank digitaler Technik konnte sogar aus vielen Aufnahmen ein singender Gesamt-Chor zusammengeschnitten werden!

Hier finden Sie zwei ältere Beiträge des Gospelchors Oberengstringen:

Lust auf Gospel? Kung Wala Ka

You are the Sun

Online-Gottesdienst 4. Advent

Gottesdienst am 20. Dezember (4. Advent) am Täufer-Gedenkstein

An der Gedenktafel für die Täufer, die im Zuge der Reformation in der Limmat ertränkt wurden, gestalten Pfarrerin Priscilla Schwendimann und Pfarrer Christoph Sigrist zusmamen mit Stefan Thurnherr, Präsident der Kirchenkreiskommission, den Gottesdienst am 4. Advent.
Dabei widmen sie sich den Themen Warten auf Weihnachten, aber auch Warten auf Versöhnung und Vergebung.

Gottesdienst am 20. Dezember 2020 (4. Advent) Gedenkstein für Täufer
Dauer: 24 Minuten
Pfarrerin Priscilla Schwendimann
Pfarrer: Christoph Sigrist
Mitwirkende:
Stefan Thurnherr, Präsident Kirchenkreiskommission
Duke Seidmann, Altsaxophon
Peter Wespi, Baritonsaxophon
John Service, Posaune
(Aufgezeichnet am 11. Dezember 2020)

Kirche Oerlikon

Schweigende Nacht, stille Nacht, singende Nacht – Konzert zum Mitsingen

Mit dem Singen ist es dieses Jahr so eine Sache. Singen gehört seit jeher zu Weihnachten und zur reformierten Tradition, deshalb schenkt Organist Christian Gautschi am 4. Advent allen Musikfreunden ein besonderes Geschenk: ein Konzert zum Mitsingen.

Mit einem Livestream-Orgelkonzert aus der Reformierten Kirche Oerlikon bringt Christian Gautschi Advents- und Weihnachtslieder in die Stube: Von «Tochter Zion» über «Stille Nacht» bis hin zu «O du fröhliche» sind alle bekannten und beliebten Lieder vertreten. Und wer weiss, vielleicht ist die eine oder andere unbekannte Trouvaille unter den Liedern zu entdecken. Der Text der Lieder ist unterlegt, so dass – wer will – diese zuhause mitsingen kann. Und wer nicht selbst singen will, kann die schönen Melodien einfach geniessen und in den Orgelklängen schwelgen.

Das Konzert wird am Sonntag, 20. Dezember 2020, um 17 Uhr als Livestream auf YouTube ausgestrahlt. Es bleibt auch nachher noch eine Zeit lang online, sodass man es auch zu einem späteren Zeitpunkt anschauen kann.

Wir wünschen allen viel Freude bei diesem weihnachtlichen Vergnügen und sind dankbar, dass wir auf diesem Wege Weihnachtslieder und Weihnachtsstimmung verbreiten können.

Zum Konzert gelangt man über folgenden Link.

Psalmen

«Dankbarkeit ist eine Grundhaltung» – Mein Lieblingspsalm

Kurze Gebete, religiöse Lieder oder kleine Gedichte: Das sind Psalmen. Barbara Becker, in der Kirchenpflege für das Ressort Pfarramtliches, Gottesdienst und OeME verantwortlich, stellt Ihnen ihren Lieblingspsalm vor. Es ist der Psalm 100 über das Dienen und die Dankbarkeit.

Haben Sie auch einen Lieblingspsalm? Wir stellen in loser Folge einige dieser religiösen Lieder, Gebete beziehungsweise Gedichte vor. Ausgesucht wurden sie von Mitarbeitenden der reformierten Kirchgemeinde Zürich. Psalmen können Trost spenden. Oder sie helfen, die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Ein grosser Teil der Psalmen ist im sogenannten Psalter enthalten. Dieses Buch der Psalmen enthält 150 Gedichte, Lieder und Gebete, die Psalmen. Halten Sie mit uns einen Moment inne und lassen Sie den folgenden tröstenden Psalm auf sich wirken.

1 Ein Psalm zum Dankopfer. Jauchzet dem HERRN, alle Welt! 2 Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! 3 Erkennet, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. 4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, / zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen! 5 Denn der HERR ist freundlich, / und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
(Psalm 100, Übersetzung «Luther-Bibel»)

«Mir gefällt dieser Psalm voller Lebensfreude, Lob und Dank. Dankbarkeit ist die Grundhaltung, aus der ich mein Leben gestalten will. Auch Dienen ist hier keine mühsame Verpflichtung oder Leistung, sondern ein Handeln aus Freude. Der Psalm lenkt den Blick weg von mir auf den freundlichen Gott, dessen Gnade und Wahrheit ewig ist. Gerne stimme ich ein in die mehrtausendjährige Tradition dieses Psalms, am liebsten gesungen – hoffentlich bald wieder!»

Barbara Becker

Barbara Becker, Mitglied der Kirchenpflege

Mehr über Psalmen und deren Bedeutung in der Seelsorge kann man in dem folgenden Artikel lesen: Das Herz vor Gott ausschütten.


Singen@home

Singen@home? oder In dulci jubilo, nun singet und seid froh!

Singen macht glücklich! Oh ja, das wissen alle, die singen, ob allein oder im Chor. Jetzt, wo sich die Chorsingenden nicht mehr zum gemeinsamen Singen treffen können, wird dies umso deutlicher und schmerzlich vermisst, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Jedoch, es gibt Hilfe! Gute Hilfe, um auch in der jetzigen Zeit zu singen! Tolle Online-Angebote, Apps, Mitsing-Tools, die ein freudvolles Singen zu Haus ermöglichen. Das ist doch mal eine erfreuliche Nebenwirkung dieses Virus’.

Apropos Virus…. Singen hält gesund! Die Kräftigung des Immunsystem ist eine der vielen nachgewiesenen Stärken des Singens! Fangen Sie also am besten gleich morgens an!  Zum Beispiel mit dem morgendlichen «Einsingen um 9»: Seit März 2020 findet jeden Morgen live ein Einsingen statt, alternierend geleitet von den Profis Julia Schiwowa, Barbara Böhi und Daniel Perez.

YouTube Einsingen

Rasch wurde dieses Angebot von sehr vielen Singbegeisterten genutzt und es wird mittlerweile europaweit genutzt!  Via Link Einsingen um 9 kommt man in den Genuss, «gemeinsam» mit anderen die eigene Stimme in Form zu halten.  

Man kann das Einsingen im Internet live mitverfolgen und mitmachen, ohne dass man selber gefilmt oder gehört wird, so als würde etwas im Fernsehen live übertragen. Und auch hier ein schöner Vorteil der virtuellen Welt: Jede Einsing-Lektion bleibt online abrufbar. Wer will kann also seine Lieblingslektion immer wieder üben oder mehrere Lektionen hintereinander mitsingen.

«Singen, wo und wann ich möchte!»  mit diesem Slogan wirbt die App Cantico: https://www.cantico.me Oh du Fröhliche! Es kommt ein Schiff geladen. Es ist ein Ros’ entsprungen … All die schönen Advents- oder Weihnachtslieder zuhause zum Mitsingen – allein oder mit der ganzen Familie. Sämtliche Texte, Noten und Melodien der beliebtesten Lieder lassen sich auf das Smartphone oder Tablet laden und können dann mithilfe der praktischen Karaoke-Funktion problemlos mitgesungen werden.

Zuhaus@Kirche: Wer sich einen visuell einladenden Raum dazu wünscht, kann sich täglich ab 8 Uhr mit einem Advents- oder Weihnachtslied aus dem Grossmünster einstimmen lassen oder am besten gleich mit dem Choralbuch mitsingen: „Klingender Adventskalender“.

Chorprobe via Zoom

ZOOM-Singen. Oder sollte man besser von «Summ-Singen» sprechen, wenn überhaupt? Nun ja, alle, die es anfangs versucht haben, wurden rasch enttäuscht: Virtuelle Zoom-Proben können niemals einer realen Chorprobe gleichkommen.

Dennoch haben Chorproben via Zoom einen Gewinn, der nicht zu unterschätzen ist:

  • Stimmbildung – die Stimme bleibt in Form!
  • Werke können weiter einstudiert werden mit Hilfe der Stimme des Chorleitenden plus Klavier-Begleitung (für einige eine «schöne» Herausforderung, da sie ganz auf sich gestellt sind, sie aber im Gegenzug auch kein anderer ablenken kann)
  • Wiedersehen, Austausch, Geselligkeit!

Singen Sie täglich 15- 20 Minuten! Und schon verbessert sich die Sauerstoffversorgung in Ihrem Körper, wodurch das Immunsystem und die Abwehrkräfte gestärkt werden. Die Glückshormone betreten dann etwas später die (Körper-)Bühne. Nach ca. 30 Minuten Singen werden vom Gehirn vermehrt Anteile von stimmungsaufhellenden Hormonen wie Beta-Endorphin und Serotonin produziert und gleichzeitig werden Stresshormone wie Cortisol abgebaut!

Singen Sie sich also täglich gesund und glücklich – für mehr heitere Momente in diesen schwierigen Tagen und für eine stimmungsvoll klingende Weihnachten!

In dulci jubilo, nun singet und seid froh!

Weitere Links zum Thema:

https://www.br.de/radio/bayern1/singen-102.html

https://www.spektrum.de/frage/macht-singen-gluecklich/1630772

Licht ist Hoffnung: Online-Gottesdienst der Kirchgemeinde Zürich

Gottesdienst am 13. Dezember (3. Advent) Kirche Balgrist

Licht ist nicht etwas, das andere Dinge erleuchtet, sondern eine Substanz, die sich selbst offenbart. (James Turrell)

Das Licht, das zum Trost der Menschen aus dem Himmel bricht, durchzieht die Adventszeit wie ein Leitmotiv, so auch unseren Gottesdienst am 3. Advent. Licht ist auch das grosses Thema des zeitgenössischen Künstlers James Turell.

Religion und Kunst vereinen sich hier in der grossen Sehnsucht nach einem Licht, das Menschen tröstet, zur Ruhe kommen lässt, ihnen Kraft schenkt und sie verwandelt. Mache dich auf und werde Licht – in der Kirche, im Kinderspital und in einer Galerie spüren wir dem Licht nach, das wir in dunklen Zeiten brauchen.

Gottesdienst am 13. Dezember 2020 (3. Advent) Kirche Balgrist
Dauer: 33 Minuten
Pfarrer: Christoph Strebel
Mitwirkende:
Res Peter (Kirchenpfleger)
Carola Wiese (Kunsthistorikerin)
Prof. Michael Grotzer (Direktor Kinderspital)
Musik:
Anna Victoria Baltrusch (Orgel)
(Aufgezeichnet am 7. Dezember 2020)

Mehr über den zeitgenössischen Lichtkünstler James Turrell kann man hier nachlesen.

Skyspace Lech gehört zu den grossen Werken von James Turrell.

Geschichtenweg 2020

Von Eseln und Kamelen: Geschichtenweg 2020

In der Zürcher Altstadt können Jung und Alt auf einen spannenden Geschichtenweg ablaufen. Mit dem Handy in der Hand folgt man den Spuren von Esel und Kamel aus dem Buch «So ein Kamel» von Urs Lauber und Andrew Bond. Für den Weg braucht man etwa eine Stunde. Start ist an der Predigerkirche.

«Jede Reise hat doch ihr Gutes. Immerhin sehe ich viele neue Gegenden», sagt der Esel auf der Rathausbrücke. Doch Moment, warum hat er sich denn überhaupt auf den langen Weg gemacht? Freut er sich auf sein geheimnisvolles Ziel? Und was hat das Ganze mit einem faulen Kamel zu tun? Finde all das und noch viel mehr heraus, auf dem weihnachtlichen Geschichtenweg der Altstadtkirchen in Zürich.

Im Gegensatz zum entdeckungsfreudigen Esel würde das Kamel lieber in seinem gemütlichen Stall bleiben. Das verstehen wir doch ganz gut, gerade bei winterlichem Schneeregenwetter! Umso besser gibt es nun einen Grund, uns doch auf die Reise zu wagen: Pfarrerin Priscilla Schwendimann erzählt an den einzelnen Stationen eine spannende Geschichte. Wer also mehr über Esel und Kamel hören möchte, sollte sich warm einpacken und auf den Weg in die Altstadt machen. Es lohnt sich.

Der Start des Geschichtenwegs ist bei der Predigerkirche. Von da aus führt die ungefähr einstündige Entdeckungsreise kreuz und quer durch die Altstadt bis zum Grossmünster. Auf jeder Geschichtentafel findet sich ein Hinweis auf den nächsten Posten. Die Ausschnitte des Bilderbuchs «So ein Kamel» von Urs Lauber und Andrew Bond sind auf grossen Tafeln gut lesbar oder können für kleinere Kinder vorgelesen werden. Wer ein Smartphone mit mobilen Daten dabei hat, bekommt die Geschichte liebevoll und unterhaltsam erzählt.

Noch ein Geheimtipp: Es lohnt sich, die beste Detektivenmütze mitzunehmen. Neben der Geschichte von Esel und Kamel gibt es nämlich auch Rätsel zu lösen und Dinge zu entdecken, dafür muss die Umgebung ganz genau untersucht werden.

Die zehn grossen Tafeln mit den Geschichten sind nicht zu übersehen. Der winterliche Spaziergang kann zeitlich flexibel stattfinden. Wer zu den Öffnungszeiten des Grossmünsters und Fraumünsters unterwegs ist, darf auf zusätzliche Überraschungen in den Kirchen gespannt sein.

An der Geschichte werden sich besonders Kinder zwischen drei und vierzehn Jahren freuen. Aber auch Menschen jedes Alters, die Freude haben an einem kleinen Stadtrundgang, lustigen Eselstimmen und interessanten Entdeckungen.

Und: Hat der Esel sein Ziel erreicht und kann sich das Kamel doch noch über die Reise freuen? Finde es noch bis am 4. Januar 2021 auf dem Geschichtenweg heraus! 

Foto: Melinda Rieder