Psalmen

«Segne die Eine, du meine Lebenskraft!» – Mein Lieblingspsalm

Kurze Gebete, religiöse Lieder oder kleine Gedichte: Das sind Psalme. Pfarrerin Nathalie Dürmüller stellt Ihnen ihren Lieblingspsalm vor. Es ist der Psalm 103, der ihr in der Übersetzung der «Bibel in gerechter Sprache» speziell gut gefällt.

Haben Sie auch einen Lieblingspsalm? Wir stellen in loser Folge einige dieser religiösen Lieder, Gebete beziehungsweise Gedichte vor. Ausgesucht wurden sie von Mitarbeitenden der reformierten Kirchgemeinde Zürich. Psalmen können Trost spenden. Oder sie helfen, die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Ein grosser Teil der Psalmen ist im sogenannten Psalter enthalten. Dieses Buch der Psalmen enthält 150 Gedichte, Lieder und Gebete, die Psalmen. Halten Sie mit uns einen Moment inne und lassen Sie den folgenden tröstenden Psalm auf sich wirken.

1  Von David. Segne die Eine, du meine Lebenskraft!
Alles in mir segne ihren heiligen Namen!
2 Segne die Eine, du meine Lebenskraft!
Vergiss nicht, was sie alles vollbracht hat:
3 Die dir alle deine Schuld vergibt, alle deine Krankheiten heilt,
4 die dein Leben aus dem Grab befreit,
dich mit  Güte und Barmherzigkeit krönt,
5 die deine Schönheit mit Gutem sättigt,
dass sich deine Jugend erneuert wie ein Phönix.
6 Gerechtigkeit bewirkt die Eine,
spricht Recht allen, die unter Gewalt leiden.
7 Ihre Wege hat sie Mose wissen lassen,
die Menschen in Israel ihre Taten.
8 Mitfühlend, voll Zuneigung ist die Eine,
langsam zum Zorn und reich an Freundlichkeit.
9 Nicht für immer bleibt sie im Streit,
nicht auf Dauer ist sie zornig.
10 Nicht nach unseren Sünden hat sie uns bewertet,
nicht nach unserer Schuld an uns gehandelt.
11 Ja, hoch wie der Himmel über der Erde
ist ihre Güte mächtig über denen,
die ihr in Ehrfurcht begegnen.
12 Fern wie der Sonnenaufgang vom Abend,
so weit entfernt sie unsere Fehler von uns.
13 Wie ein Vater mit seinen Kindern fühlt,
schenkt die Eine ihr Mitgefühl denen, die ihr in Ehrfurcht begegnen.
14 Sie weiss, woraus wir gebildet sind,
erinnert sich, dass wir Staub sind.
15 Menschen – wie Gras sind ihre Tage,
wie Wildblumen blühen sie auf.
16 Da: Ein Wind weht vorüber – weg sind sie,
hinterlassen keine Spur.
17 Die Güte der Einen – seit jeher und für immer
gilt sie denen, die ihr in Ehrfurcht begegnen,
ihre Gerechtigkeit gilt Generationen,
18 allen, die ihren Bund bewahren,
sich an ihre Anweisungen erinnern und danach leben wollen.
19 Die Eine, im Himmel ist ihr Thron gegründet,
ihr Königtum herrscht über das All.
20 Segnet die Eine, ihr Engel!
Mächtige Kräfte, die ihr Wort ausführen,
damit der Klang ihres Wortes Gehör findet.
21 Segnet die Eine, all ihr himmlischen Heere!
Die ihr dienen, die tun, was ihr gefällt.
22 Segnet die Eine, alle ihre Geschöpfe,
an allen Orten, wo immer sie herrscht!
Segne die Eine, du meine Lebenskraft!
(Psalm 103, Übersetzung aus der «Bibel in gerechter Sprache»)

«Gott schenkt uns Menschen Mitgefühl und Zuneigung, und für ihn ist die Vergebung unserer Fehler eine Kleinigkeit, heisst es in Psalm 103. Andererseits wird Gott als mächtig und kraftvoll beschrieben. Mit dieser Kraft setzt er – oder sie – sich für Gerechtigkeit für die Unterdrückten dieser Welt ein. Mir Gott als gerecht und zugleich mitfühlend vorzustellen, gefällt mir.

Besonders gefällt mir die Übersetzung aus der ‹Bibel in gerechter Sprache›. Dort wird ‹Lobe den HERRN meine Seele› mit ‹Segne die Eine, du meine Lebenskraft› übersetzt. Das hilft mir, Gott ganzheitlich und jenseits von gängigen Vorstellungen zu denken.

Auch über den Menschen steht in diesem Psalm Poetisches. Er führt uns unsere Endlichkeit vor Augen und macht uns bewusst, dass wir nicht wichtiger sind als die Schöpfung, die uns umgibt. Wir sind genauso vergänglich wie die Blume oder das Gras auf dem Feld und sollten deswegen der Versuchung widerstehen, uns selber allzu ernst zu nehmen.»

Kirchenkreis zehn der reformierten Kirchgemeinde Zürich.

Pfarrerin Nathalie Dürmüller, Kirchenkreis zehn

Mehr über Psalmen und deren Bedeutung in der Seelsorge kann man in dem folgenden Artikel lesen: Das Herz vor Gott ausschütten.


Adventsgottesdienst in der Streetchurch.

Gottesdienst am 6. Dezember (2. Advent) Streetchurch

Rund um den Erdball haben Tausende in diesem Corona-Sommer zum Song «Jerusalema» getanzt. Was den wenigsten bekannt sein dürfte: In diesem Lied wird von der Hoffnung auf das himmlische Jerusalem gesungen; ein biblisches Bild für die künftige Welt Gottes, in der es weder Leid noch todbringende Viren geben wird.

Die Hoffnung, dass Gott mit dieser Welt trotz allem ans Ziel kommt, ist allerdings viel mehr als ein billiger Trost auf ein besseres Jenseits; diese Hoffnung trägt die Kraft in sich, schon hier und jetzt unsere Haltung gegenüber dem Belastenden zu verändern. Warum das so ist, darum geht es im Gottesdienst zum 2. Advent…

Gottesdienst am 6. Dezember (2. Advent) 2020 Streetchurch
Dauer: 28 Minuten
Pfarrer: Markus Giger
Moderation: Evelyne Gutknecht
Musik: Saymon Kuziem
(Aufgezeichnet am 24. November 2020)

Hier kommt Ihr zu einem Video der inzwischen vielen Videos Jerusalema Dance Challenge.

Weihnachtsfilme

Drei Welten und ein Geheimtipp

In eine Zauberwelt abzutauchen ist an Weihnachten besonders schön. Welche Filmklassiker lohnen sich besonders? Wir haben drei Tipps aus drei Welten für Sie zusammengestellt – machen Sie es sich bequem und gehen Sie auf Reisen.

«Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» (1973)

Die Version von Božena Němcová «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» (1973) bricht mit Cinderella-Klischees. Anstatt auf den Prinzen zu warten, der sie aus ihrem Elend befreit, erledigt die Heldin das gleich selbst. Der Film ist übrigens zufällig zum Weihnachtsklassiker avanciert: Die Dreharbeiten mussten aus organisatorischen Gründen in den Winter verschoben werden.

«Der Grinch» (2000)

Lieber etwas Leichteres? «Der Grinch» (2000) möchte den weihnachtsverrückten Einwohnern von Whoville das Fest vermiesen. Er wurde als Kind nämlich von ihnen gehänselt – weil er grün ist. Wunderbar überzeichnet.

«Joulutarina» (2007)

Unser absoluter Geheimtipp ist «Joulutarina» (2007): Das finnische Filmjuwel erzählt vom Waisenjungen Nikolas, der von den Bewohnern eines Dorfs gemeinsam grossgezogen wird. Immer an Heiligabend zieht er zur nächsten Familie. Bis eines Tages alles anders wird …

Infoveranstaltung zum Neubau auf Glaubten-Areal

Auf dem Glaubten-Areal will die reformierte Kirchgemeinde Zürich ein Gebäude bauen, das sozial Benachteiligten medizinische Pflege und ein temporäres Zuhause bietet. Hauptmieterin des Gebäudes das Sozialwerk Pfarrer Sieber. Da die öffentliche Informationsveranstaltung am 16. November wegen der Corona-Pandemie nicht öffentlich stattfinden konnte, wurde sie digital durchgeführt. Sie können sich die Veranstaltung hier anschauen und, wenn Sie mögen, auch Fragen stellen.

Auf dem unbebauten westlichen Teil des Areals beim Kirchenzentrum Glaubten in Zürich-Affoltern im Kirchenkreis elf erstellt die reformierte Kirchgemeinde Zürich einen Neubau, der sozial Benachteiligten medizinische Pflege und ein temporäres Zuhause bietet. Hauptmieterin ist das Sozialwerk Pfarrer Sieber. Entlang der Wehntalerstrasse werden sechs Gewerberäume für Drittmieter erstellt.

An der Live-Übertragung der Projektpräsentation nahmen die folgenden Projektbeteiligten teil:

Michael Hauser, Kirchenpfleger reformierte Kirchgemeinde
Christoph Zingg, Gesamtleiter Sozialwerk Pfarrer Sieber
Franziska Schneider, Mitinhaberin Schneider Studer Primas Architekten
Margot Hausammann Stalder, Präsidentin Kirchenkreiskommission elf

Die Interessierten konnten den Informationen per Live-Stream folgen und Fragen stellen, die anschliessend beantwortet wurden. Der Film des Anlasses ist jetzt online verfügbar und gibt allen Interessierten einen guten Einblick in das Projekt.

Mehr Informationen über das Projekt finden Sie hier.

Ausbildung Betriebsunterhalt

Deine Lehrstelle 2021

Die Ausbildungsplätze der reformierten Kirchgemeinde Zürich im Beruf Betriebsunterhalt für das kommende Jahr sind online ausgeschrieben. Wem eine solide Ausbildung ebenso wichtig ist wie die Arbeit in einem engagierten Team, ist bei uns am richtigen Ort.

Die Lehrstellensuche ist eine grosse Herausforderung. Junge Menschen setzen sich in diesem Lebensabschnitt intensiv mit der Berufswahl und ihrer Zukunft auseinander. Die aktuelle corona-bedingte Ausnahmesituation macht die ohnehin nicht einfache Aufgabe noch anspruchsvoller. «Die aktuelle Lage auf dem Lehrstellenmarkt hat uns in den letzten Wochen stark beschäftigt», sagt Annelies Hegnauer, Präsidentin der Kirchenpflege der reformierten Kirchgemeinde Zürich. «Wir haben uns gefragt, ob die Jugendlichen eine Lehrstelle bei uns wirklich wollen oder ob sie eher zur Notlösung wird, weil es in anderen beliebten Branchen wie Event, Gastronomie oder Reisebranche keine Stellen gibt», so Annelies Hegnauer. Trotz erschwerender Umstände ist es für die reformierte Kirchgemeinde Zürich wesentlich, auch in schwierigen Situationen Jugendlichen eine Perspektive zu bieten. Die Beziehung mit den Lernenden steht für sie im Mittelpunkt – von Anfang an.

Hochwertige Begleitung – fachlich und menschlich

Mit der Fusion wurde dieses Jahr die Berufsbildung der Kirchgemeinde Zürich vereinheitlicht. Die Verantwortlichen bei der Streetchurch, Peti Gutknecht und Theres Brandenberger, koordinieren und beaufsichtigen den angebotenen Lehrgang. Die praktische Ausbildung im Beruf Betriebsunterhalt erfolgt durch Ausbildnerinnen und Ausbildner in den einzelnen Kirchenkreisen. Das neue Berufsbildungskonzept bietet somit optimale Strukturen und die perfekte Ausgangslage für eine erfolgreiche Lehrzeit.

Vielfältige Arbeit an einzigartigen Orten

Diese Lehre führt die Lernenden mitunter an durchaus ungewöhnliche Orte. Wer hat schon die Gelegenheit, in städtischen Wahrzeichen, in Kirchen, denkmalgeschützten Gemeindehäuser oder historischen Wohnungen zu arbeiten, zu lernen und mitzugestalten? Auch was die praktischen Seiten anbelangt, bietet die Beschäftigung in einer Kirchgemeinde viele Möglichkeiten – zum Beispiel den Fokus auf soziales Engagement.

Erhabener Moment der Diplomübergabe

Kirchenpflegepräsidentin Annelies Hegnauer hat ihre Laufbahn mit einem Diplom als Betriebsleiterin gestartet. «Das Diplom in den Händen zu halten, war ein erhabener Moment, der mir alle Türen öffnete für ein erfolgreiches Berufsleben», sagt sie rückblickend. Ob die Lernenden reformiert sind oder nicht, ist bei der Ausbildung übrigens nicht von Belang. «Wir begegnen Menschen nicht als Vertreterinnen und Vertreter einer Konfession, sondern als Menschen», so Peti Gutknecht.

Und wenn es mal Probleme gibt? «Nicht nur in der Ausbildung, auch im späteren Berufsleben gibt es Sonnen- und Schattenseiten», sagt Annelies Hegauer aus eigener Erfahrung. Sie rät den jungen Menschen, Probleme anzusprechen und nicht herunterzuschlucken, bis es nicht mehr geht. Die Förderung und Ermutigung der Jugendlichen, die erfolgreich, zufrieden und mitfühlend durchs Leben gehen: Das ist es, was bei der Lehre in der Kirchgemeinde zählt.

Mehr Informationen zur Ausschreibung der Lehrstellen finden Sie hier.

Corona-Lockdown-Patchworkdecke

Lismen als sozialer Kitt

Stricken ist sinnvolle Freizeitbeschäftigung und damit beste Medizin für eine gesunde Psyche. Diverse Initiativen in den Kirchgemeinden zeigen, wie beliebt stricken ist – sei es in Gesellschaft oder daheim.  

Ran an die Stricknadeln, und los! In der reformierten Kirchgemeinde Zürich gibt es diverse Initiativen, die Strickwaren herstellen und verkaufen – mit dem Ziel, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Bereits während des Lockdowns im März hat der Kirchenkreis zwölf zum Stricken von kleinen Quadraten aufgerufen. So sind insgesamt 900 Stück zusammengekommen, die Erna Kümin und ihre Kolleginnen von der Basargruppe vorwiegend zu Decken zusammengenäht haben.

Corona-Lockdown-Patchworkdecke

Die Frauen treffen sich einmal pro Woche zum Kreativsein und Handarbeiten. Entstanden sind ca. zehn Kinderdecken, zwei grosse Decken und zwei Kissen. Da der Basar wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, werden die bunten Decken nun im Kirchgemeindehaus Oerlikon verkauft.

Patchworkdecke. Foto: Silvia Ritschard

Wollsocken sind der Kassenschlager

Auch die Sozialdiakonin der Bullingerkirche im Kirchenkreis vier und fünf, Elsbeth Bösch, trifft sich regelmässig mit der 80-jährigen Elsa Blöchlinger und der um rund zehn Jahre jüngeren Rita Frech zum Stricken. «Die beiden Frauen stricken Mützen, Pulswärmer, Stulpen, Schals, Bébéfinken und stapelweise Socken», erzählt Elsbeth Bösch.

Der Verkauf findet normalerweise nach dem Gottesdienst oder am Herbstfest statt und kommt einem Hilfswerk zugute. «Eigentlich heisst es ja, dass heutzutage niemand mehr Wollsocken trägt. Aber am Herbstfest sind sie immer ganz schnell weg», so Elsbeth Bösch weiter. Dieses Jahr fällt das Herbstfest wegen der Corona-Pandemie ins Wasser – und die Frauen evaluieren zurzeit andere Absatzkanäle.

Lismen in der Bullingerkirche: Rita Frech (links) und Elsa Blöchliger. Foto: Elsbeth Bösch

Im Kirchenkreis zehn gibt es seit rund 15 Jahren handglismets.ch im Netz, einen Online-Shop für gestrickte Artikel, vor allem Wollsocken. Die Initiantinnen nehmen auch Aufträge entgegen, stricken aber nur daheim.

Babyfinken

Die Kirchgemeinde Oberengstringen, die zum Kirchenkreis zehn gehört, hat die vorhandenen Strickwaren kurzerhand in eine Tradition eingebaut: Dort bekommen die Eltern bei der Geburt ihres Kindes gestrickte Babyfinken, die ein Vertreter oder eine Vertreterin der Kirchgemeinde jeweils als Willkommensgeschenk vorbeibringt.

Bébéfinkli. Foto: Peter Lissa

Beim Stricken sind die Hände beschäftigt – das beruhigt, gerade in unsicheren Zeiten. Doch genauso wichtig sind Austausch und Geselligkeit. Dies beobachtet auch Sozialdiakonin Elsbeth Bösch: «Wir plaudern und trinken Kaffee oder Tee, wenn wir uns treffen – da liegt die Strickarbeit dann fast mehr auf dem Tisch.» Die wunderbaren Strick-Erzeugnisse werden also vor allem daheim angefertigt.

Das eigene Zuhause ist im Corona-Jahr ein Zufluchtsort – bei empfohlenem Homeoffice oder verordneten Quarantänetagen kann es aber auch Isolation und Einsamkeit bedeuten. Inzwischen sind es längst nicht mehr nur die älteren Menschen, die gegen die Einsamkeit anstricken. Elsbeth Bösch erzählt: «Ich habe neulich eine junge Bekannte getroffen, die seit März im Homeoffice ist. Sie sagt, sie habe schon alles versucht, damit ihr die Decke nicht auf den Kopf fällt – Mandalamalen, Backen oder Nähen. Nun hat sie mit Stricken begonnen, aber eigentlich kann sie es gar nicht.» Wären also generationenübergreifende Stricknachmittage ein Bedürfnis? Viele Strickgruppen sind gern bereit, neue Mitglieder – egal welchen Alters – aufzunehmen und ihr Wissen zu teilen. 

Übersicht über die Strickinitiativen der Kirchgemeinden:

Kirchenkreis vier fünf

Im Kirchgemeindehaus der Bullingerkirche wird regelmässig gestrickt – Rita Frech und Elsa Blöchlinger stehen bei Strickproblemen auch gern beratend zur Seite.
Kontakt: Elsbeth Bösch, 044 493 44 22

Kirchenkreis neun

Im Kirchenkreis neun, Standort Altstetten, wird traditionell am ersten Dienstag im Monat in gemütlicher Runde bei Kaffee und Gesprächen gestrickt. Die Gruppe unterstützt sich gegenseitig bei Strickproblemen und tauscht Ideen und Strickmuster aus.
Kontakt: Eva Winzeler, 044 431 12 05

Kirchenkreis zehn

Bazargruppe Höngg
Die Bazargruppe Höngg ist eine Arbeitsgruppe in Höngg, die sich unter dem Jahr trifft und für den Bazar der reformierten Kirchgemeinde strickt. Neue Helferinnen sind jederzeit willkommen.
Kontakt: Susanna Gehrig-Meili, 077 501 40 26

Osteuropahilfe
Die Osteuropahilfe stellt Weihnachtspakete für Kinder von 2 bis 16 Jahren in Osteuropa (www.osteuropahilfe.ch) her und sucht Strickerinnen, die Pullover, Schals, Mützen, Socken und Handschuhe stricken. Sie sind auch auf Wollspenden angewiesen.
Kontakt: Beatrice Bertschi-Meili, 077 535 27 76

Kirchenkreis zwölf

Oerlikon
Die Strickfrauen vom Kirchenkreis zwölf treffen sich regelmässig am Dienstagnachmittag von 14 bis 16.30 Uhr im Kirchgemeindehaus Oerlikon zum Kreativsein und Handarbeiten. Da der Basar nicht stattfinden konnte, verkaufen sie Stickwaren und Bastelerzeugnisse während der Öffnungszeiten des Kirchgemeindehauses.

Saatlen
Im Kreativ-Atelier im Kirchenzentrum Saatlen werden über das ganze Jahr mit viel Liebe zum Detail farbenfrohe Kunstwerke gestrickt und gehäkelt. Die Socken, Decken, Jäckchen und vieles mehr können jeweils am Dienstagnachmittag von 14 bis 16.30 Uhr gekauft werden.
Kontakt: Anni Kuhn, 044 301 26 33

1. Advent in der Kirchgemeinde Zürich

Gottesdienst am 29. November (1. Advent) Kirche Oerlikon

Den Online-Gottesdienst am 1. Advent gestaltet Pfarrer Ralph Müller in der Kirche Oerlikon, dabei geht er der Frage nach: Was ist eigentlich Warten im Advent? Gibt es unterschiedliche Haltungen beim Adventswarten? Und wie ist das jetzt in der Pandemie mit dem Warten? Ist das Adventswarten gleich wie bisher oder besteht gar die Option, dass sich etwas Neues auftut?

In seiner Predigt geht Pfarrer Müller auf ein Lied von Silbermond ein. Das Lied können Sie hier hören: Himmel auf

Gottesdienst am 29. November (1. Advent) 2020 Kirche Oerlikon
Dauer: 22 Minuten
Pfarrer: Ralph Müller
Musik:
Christian Gautschi, Orgel und Harmonium
Caroline Werba-Spicher, Querflöte
(Aufgezeichnet am 23. November 2020)

Psalmen

«Wenn Gott vom Er zum Du wird» – Mein Lieblingspsalm

Kurze Gebete, religiöse Lieder oder kleine Gedichte: Das sind Psalme. Pfarrer Samuel Zahn hat uns seinen Lieblingspsalm verraten. Es ist der Psalm 23, der ihn seit seiner Studienzeit begleitet.

Haben Sie auch einen Lieblingspsalm? Wir stellen in loser Folge einige dieser religiösen Lieder, Gebete beziehungsweise Gedichte vor. Ausgesucht wurden sie von Mitarbeitenden der reformierten Kirchgemeinde Zürich. Psalmen können Trost spenden. Oder sie helfen, die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Ein grosser Teil der Psalmen ist im sogenannten Psalter enthalten. Dieses Buch der Psalmen enthält 150 Gedichte, Lieder und Gebete, die Psalmen. Halten Sie mit uns einen Moment inne und lassen Sie den folgenden tröstenden Psalm auf sich wirken.

«1 Ein Psalm Davids
Der HERR ist mein Hirt, mir mangelt nichts,
2 er weidet mich auf grünen Auen.
Zur Ruhe am Wasser führt er mich,
3 neues Leben gibt er mir.
Er leitet mich auf Pfaden der Gerechtigkeit
um seines Namens willen.
4 Wandere ich auch im finstern Tal,
fürchte ich kein Unheil,
denn du bist bei mir,
dein Stecken und dein Stab,
sie trösten mich.
5 Du deckst mir den Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
übervoll ist mein Becher.
6 Güte und Gnade werden mir folgen
alle meine Tage,
und ich werde zurückkehren ins Haus des HERRN
mein Leben lang.»

(Psalm 23, Übersetzung Zürcher Bibel)

«Der Psalm 23 ist mir ans Herz gewachsen als roter Faden eines Konflagers, das ich Anfang Studium begleitete. Eine Alp im Puschlav ermöglichte die Vertiefung der starken Szenen: Vom die Tiere beruhigenden Wasser über die enge Schlucht bis zum wuchtigen, behutsamen Hirten. Die Poesie bietet so viel Symbolik und Raum, um Lebenssituationen und Gottesbildern nachzuspüren! Ob als Thema für einen Salbungsgottesdienst – «Du salbst mein Haupt» – oder gesungen: Mit Freude begegne ich dem Text immer wieder neu und trage ihn auswendig in mir, erwarte jedes Mal gespannt den Satz, wo Gott vom Er zum Du wird.»

Pfarrer Samuel Zahn, Kirchenkreis sechs

Mehr über Psalmen und deren Bedeutung in der Seelsorge kann man in dem folgenden Artikel lesen: Das Herz vor Gott ausschütten.


Sammelaktion Handys

Wohin mit alten Mobiltelefonen?

Schon bald weihnachtet es – neue Geschenke müssen her. Und vielleicht liegt ja dann ein neues Mobiltelefon unter dem Weihnachtsbaum? Doch wohin mit den alten, noch brauchbaren Geräten?

Die Werk.Statt.Flucht hilft gerne, Geräte einer Wiederverwendung zuzuführen oder zu reparieren. Das besondere Anliegen von Hans Leu ist es, «alte» Mobiltelefone, wenn möglich mit Ladekabel, einzusammeln. «Die Menschen in Bénin in Westafrika, mit denen ich intensiven Kontakt pflege, sind gerade in der jetzigen Situation grosser Not ausgesetzt», sagt Hans Leu.

Wenn ihr Handy kaputt geht oder gestohlen wurde, sind sie gesellschaftlich komplett ausgeschlossen, denn ohne Mobilkommunikation läuft gar nichts in Afrika. Die Menschen können sich meist nicht einmal mehr ein gebrauchtes Gerät kaufen, da sie oft ohne Arbeit sind. Zudem sind die lokal verfügbaren Handys allzu oft von schlechter Qualität.

«Gerne würde ich zu Weihnachten ein paar Dutzend Mobiltelefone, deren Akkus noch funktionieren, nach Bénin /Natitingou mitgeben, damit einige Menschen, die dort in Not sind, eine Erleichterung erfahren können“, sagt Hans Leu.

Das Schweizer Hilfswerk (CFL Bénin), das dort vor Ort tätig ist, koordiniert die Vergabe der gespendeten Geräte. Hier kommen Sie zu einem Video von der Lehrwerkstatt CFL Bénin auf Youtube.

Wenn Sie auch noch ein altes, funktionierendes Handy haben, können Sie es im Kirchgemeindehaus Oerlikon, Baumackerstrasse 19, 8050 Zürich abgeben oder kontaktieren Sie Hans Leu direkt per Mail: info@wsfoe.ch

Trauerritual in der reformierten Kirche Höngg.

Trauerritual am 22. November Kirche Höngg

Eine junge Frau berichtet über ihre Erfahrungen nach dem Tod ihres Vaters und wie der Trauer-Treff, der von Pfarrerin Müller in Höngg mitgeleitet wird, ihr bei dem Trauerprozess geholfen hat. Das Trauerritual bildete den Abschluss eines aktiven Verarbeitungsprozesses.

Trauer sucht sich ihren Weg, sagt Pfarrerin Anne-Marie Müller – und sie führt zum Leben.

Am Ewigkeitssonntag (22. November 2020) erinnern wir uns an die Menschen, die uns nahestanden und die verstorben sind.

Trauerritual am 22. November (Ewigkeitssonntag) 2020 Kirche Höngg
Dauer: 20 Minuten
Pfarrerin: Anne-Marie Müller
Gesprächsgast: Karin Wolfensberger
Musik:
Georgij Modestov, Klavier
Peter Aregger, Kantor (Gesang)
(Aufgezeichnet am 10. November 2020)