Der Kirchenkreis zwei veranstaltete letzten Samstag drei Konzerte. In Leimbach, Wollishofen und in der Enge spielte ein Bläserquartett Barockmusik für die Menschen zu Hause an ihren Fenstern oder auf ihren Balkonen. Um ihnen eine Freude zu bereiten, Mut zu machen – und um ihnen zu zeigen, dass die Kirche auch in schwierigen Zeiten für sie da ist.

Die Idee sei aus der Gemeinde gekommen, erzählt Ulrich Meldau, Kantor im Kirchenkreis zwei. Mehrere Gemeindemitglieder hätten sich gewünscht, wieder einmal ein Konzert hören zu können – und die Idee stiess auf Anklang. Am letzten Samstag fanden an drei Standorten im Kirchenkreis zwei «Fensterkonzerte» statt: Konzerte, die sich die Anwohnerinnen und Anwohner von ihrem Fenster aus anhören konnten. «Das war ein musikalisches Zeichen, das unsere Gemeinde vom Fenster aus hören konnte», sagt Ulrich Meldau.

Drei Kirchen und Musik in der Corona-Zeit

Gespielt wurde Blasmusik aus der Barockzeit, unter anderem von Bach, Monteverdi und Purcell. Zunächst stellte sich das Quartett bestehend aus zwei Trompeten und zwei Posaunen um 16 Uhr in Leimbach auf, auf der «Piazza» vor der reformierten Kirche Leimbach. «Von da aus kann man schön gegen das Sihltal spielen», sagt Ulrich Meldau. Und tatsächlich öffneten sich Fenster, und auch einige Passantinnen und Passanten fanden sich vor der Kirche ein; natürlich unter strikter Wahrung der Abstandsvorschriften. Rund zwanzig Minuten lang spielten die Musiker. Dann begaben sie sich über den Hügel weiter nach Wollishofen zur Kirche Auf der Egg, wo sie vom Kirchenumgang aus das Morgental beschallten. Und schliesslich spielte das Quartett um viertel nach Sieben in der Enge ein Konzert vor der Kirche selbst.

Die Kirche ist auch in schwierigen Zeiten da

Das Projekt war ein Erfolg: An allen drei Standorten war eine Zuhörerschaft trotz Social-Distancing wahrnehmbar – auf Balkonen und an Fenstern. Die Konzerte schienen eine willkommene Abwechslung zum Alltag zuhause zu sein. Und damit haben sie ihr Ziel erfüllt. «Wir wollen den Menschen Mut machen», sagte Ulrich Meldau im Vorfeld der Konzert, «ihnen eine Freude bereiten – und ihnen zeigen, dass die Kirche auch in dieser schwierigen Zeit für sie da ist.» Am letzten Samstag im Kirchenkreis zwei war das hör- und vor allem auch spürbar.

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