1. Advent in der Kirchgemeinde Zürich

Gottesdienst am 29. November (1. Advent) Kirche Oerlikon

Den Online-Gottesdienst am 1. Advent gestaltet Pfarrer Ralph Müller in der Kirche Oerlikon, dabei geht er der Frage nach: Was ist eigentlich Warten im Advent? Gibt es unterschiedliche Haltungen beim Adventswarten? Und wie ist das jetzt in der Pandemie mit dem Warten? Ist das Adventswarten gleich wie bisher oder besteht gar die Option, dass sich etwas Neues auftut?

In seiner Predigt geht Pfarrer Müller auf ein Lied von Silbermond ein. Das Lied können Sie hier hören: Himmel auf

Gottesdienst am 29. November (1. Advent) 2020 Kirche Oerlikon
Dauer: 22 Minuten
Pfarrer: Ralph Müller
Musik:
Christian Gautschi, Orgel und Harmonium
Caroline Werba-Spicher, Querflöte
(Aufgezeichnet am 23. November 2020)

Sammelaktion Handys

Wohin mit alten Mobiltelefonen?

Schon bald weihnachtet es – neue Geschenke müssen her. Und vielleicht liegt ja dann ein neues Mobiltelefon unter dem Weihnachtsbaum? Doch wohin mit den alten, noch brauchbaren Geräten?

Die Werk.Statt.Flucht hilft gerne, Geräte einer Wiederverwendung zuzuführen oder zu reparieren. Das besondere Anliegen von Hans Leu ist es, «alte» Mobiltelefone, wenn möglich mit Ladekabel, einzusammeln. «Die Menschen in Bénin in Westafrika, mit denen ich intensiven Kontakt pflege, sind gerade in der jetzigen Situation grosser Not ausgesetzt», sagt Hans Leu.

Wenn ihr Handy kaputt geht oder gestohlen wurde, sind sie gesellschaftlich komplett ausgeschlossen, denn ohne Mobilkommunikation läuft gar nichts in Afrika. Die Menschen können sich meist nicht einmal mehr ein gebrauchtes Gerät kaufen, da sie oft ohne Arbeit sind. Zudem sind die lokal verfügbaren Handys allzu oft von schlechter Qualität.

«Gerne würde ich zu Weihnachten ein paar Dutzend Mobiltelefone, deren Akkus noch funktionieren, nach Bénin /Natitingou mitgeben, damit einige Menschen, die dort in Not sind, eine Erleichterung erfahren können“, sagt Hans Leu.

Das Schweizer Hilfswerk (CFL Bénin), das dort vor Ort tätig ist, koordiniert die Vergabe der gespendeten Geräte. Hier kommen Sie zu einem Video von der Lehrwerkstatt CFL Bénin auf Youtube.

Wenn Sie auch noch ein altes, funktionierendes Handy haben, können Sie es im Kirchgemeindehaus Oerlikon, Baumackerstrasse 19, 8050 Zürich abgeben oder kontaktieren Sie Hans Leu direkt per Mail: info@wsfoe.ch

Anselm Grün kommt nach Zürich.

«Die Corona-Leugner sind nicht offen für Verwandlung»

Sein Verstand ist messerscharf, sein Schreibtempo schwindelerregend. Am 23. Oktober macht Benediktinerpater Anselm Grün für eine musikalische Lesung in Zürich Halt. Was denkt er über die Schweiz? Und wie steht er zum Klimawandel und den Corona-Leugnern? Wir haben ihn gefragt.

Der Benediktinerpater Anselm Grün ist mehr als ein Medienpater, der Wohlfühl-Spiritualität verströmt: Er ist ein Intellektueller, der sich regelmässig in gesellschaftliche Debatten einschaltet. So spricht er sich zum Beispiel gegen das Zölibat in der katholischen Kirche aus und hält Bischöfinnen und Päpstinnen für möglich. Am 23. Oktober macht er während des Buchfestivals «Zürich liest» für eine musikalische Lesung in Zürich Halt. Wir haben Anselm Grün im Vorfeld nach seinen Gedanken gefragt. Von A wie Älterwerden über C wie Corona-Leugner bis Z wie Zweifeln.

Herr Grün, was denken Sie …

… über das Älterwerden?

Es ist eine Kunst, älter zu werden. Sie will geübt werden. Das Alte hat neue Chancen: Gelassenheit, Weisheit, Dankbarkeit.

… über Corona-Leugner?
Sie wollen die Realität nicht sehen, weil sie möchten, dass alles so weiter geht wie bisher. Sie sind nicht offen für Verwandlung.

… über Freundschaft?

Freundschaft ist ein hoher Wert. Augustinus sagt einmal: Ohne Freund kommt einem nichts freundlich vor in dieser Welt.

… über den Generationenkonflikt?

Wie eine Gesellschaft mit dem Generationenkonflikt umgeht, zeigt ihre Reife oder Unreife. Es ist eine Chance, dass die Generationen sich miteinander auseinandersetzen.

… über Heimweh?

Jetzt im Alter kenne ich kein Heimweh mehr. Da bin ich bei mir daheim.

… über den Klimawandel?

Es ist ein ernstes Thema, dem wir uns stellen müssen. Neben rationalen Gründen braucht es auch eine spirituelle Erfahrung mit der Natur, um sich wirklich für die Natur einzusetzen, um den Klimawandel aufzuhalten.

… über das Lachen?
Ist wichtig für die Gesundheit. Und es relativiert unsere Probleme.

… über das Reisen?

Das Reisen erweitert den Denkhorizont des Menschen. Aber die Corona-Krise zeigt uns auch die Grenzen des Reisens auf.

… über die Schweiz?
Ein liberales und freundliches Land.

… über Selbstisolation?
Wer sich selbst isoliert, schneidet sich vom Leben ab

… über Selbstzweifel?
Selbstzweifel gehören zum Leben. Das hält einen lebendig und bewahrt vor Überheblichkeit.

… über Verzicht?

Ohne Verzicht – so sagt Sigmund Freud – kann niemand ein starkes Ich entwickeln. Verzicht ist auch wichtig, dass wir angesichts des Klimawandels überleben.

… über den Zweifel?
Der Zweifel gehört wesentlich zum Glauben. Er lädt uns ein, unseren Glauben so zu formulieren, dass unser Verstand befriedigt wird. Ich will auch verstehen, was ich glaube.

Foto: Julia Martin, Abtei Münsterschwarzach

Pater Anselm Grün

Musikalische Lesung mit Anselm Grün

Der Benediktinerpater Anselm Grün kommt mit dem Musiker David Plüss für eine Lesung im Rahmen des Buchfestivals «Zürich liest» nach Zürich.

Er schreibt in atemberaubendem Tempo Bücher, an die dreihundert sind es bereits. Der schlohweisse Rauschebart ist sein Markenzeichen: Der bekannte deutsche Autor und Benediktinerpater Anselm Grün gestaltet im Rahmen des Buchfestivals «Zürich liest» am 23. Oktober 2020 in der Kirche Oerlikon einen Abend zum Thema Zweifel.

David Plüss

Mit dem Musiker David Plüss am Klavier lotet der Pater in der musikalischen Lesung die Beziehung zwischen Glauben und Zweifel aus und lädt dazu ein, im Zweifel das Lebensbejahende zu entdecken – gerade in schwierigen Zeiten. Im Dialog von inspirierenden Texten und Klängen entfaltet sich das Abendprogramm. Als Ausgangslage dient Anselm Grüns Buch «Den Zweifel umarmen».

Einlass nur mit persönlichem Gratis-Ticket. Tickets via Buchhandlung Nievergelt oder reformierte Kirch­gemeinde Zürich (044 311 45 00) oder über die Pfarrei Herz-Jesu Oerlikon (044 315 65 65).

Aufgrund der aktuellen Situation besteht eine Maskenpflicht in der und um die Kirche. Damit die Publikumszahl gering gehalten werden kann, werden zwei Lesungen angeboten.

Foto David Plüss: Joël Guggisberg, Foto Anselm Grün: Hammelsbeck


Reformierte Kirche Oerlikon
Freitag, 23. Oktober 23.10.
18–19 Uhr (1. Lesung)
20.30–21.30 Uhr (2. Lesung)


Buchtipp
«Den Zweifel umarmen»

In Zeiten grosser Verunsicherung spüren viele Menschen eine stärkere Sehnsucht nach Sicherheit. In «Den Zweifel umarmen» tritt der Benediktinerpater Anselm Grün gegen das schlechte Image des Zweifels an. Denn der Zweifel bringe Menschen weiter, indem er verkrustete Strukturen aufbreche und Neues erfahrbar mache: So könne die eigene Krise auch als Zeichen des Vorankommens gelesen werden. Dabei geht der Autor über den Zweifel an Gott hinaus und bespricht weitere Lebensbereiche wie Beziehungen, den Arbeitsalltag oder Kinder. Auch die Verzweiflung wird nicht ausgeklammert. So dient Anselm Grüns Werk als wunderbare Lebenshilfe für den Umgang mit dem Zweifel.


«Den Zweifel umarmen»
Anselm Grün
Kösel-Verlag
160 Seiten, CHF 21.50

Online-Gottesdienst der reformierten Kirchgemeinde Zürich

Gottesdienst am 27. September Kirche Oerlikon

Pfarrer Ralph Müller widmet sich im Gottesdienst in der Kirche Oerlikon dem «Irrsinn», von dem wir in der aktuellen Situation umgeben sind, wie der Schwächung der Demokratie, dem Klimawandel und der Corona-Pandemie. Dabei nimmt er Bezug zur Bibel: Wie ist Jesus mit dem «Irrsinn» umgegangen? Was können wir für uns und unser Leben daraus lernen?

Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von Christian Gautschi.


Online-Gottesdienst am 27. September 2020 in der Kirche Oerlikon
Dauer: 18 Minuten
Pfarrer: Ralph Müller
Musik: Christian Gautschi
(Aufgezeichnet am Montag, 21. September 2020)

Hier finden Sie den Gottesdienst vom 26. April 2020 mit Pfarrer Francesco Cattani.

Ostergottesdienst Kirche Oerlikon

«Wenn alles anders kommt, als man denkt: dann ist Ostern – oder nicht? Begleiten Sie uns auf einer Spurensuche, bei der wir eine schwangere Frau, Ostertirggel und ein leeres Grab antreffen. Lassen Sie uns gemeinsam Ostergottesdienst feiern.

Wenn Sie jemanden kennen, der ein wenig Mut oder einen aufstellenden Gruss braucht, dann schreiben Sie uns eine Mail an ostern@reformiert-zuerich.ch. Wir schicken der Person, dann einen Schoggi-Gruss zu. Bitte geben Sie in der Mail sowohl Ihren Namen als auch Name und Adresse der zu beschenkenden Person an.

Gottesdienst in der Kirche Oerlikon
Dauer: 30 Minuten
Pfarrpersonen: Priscilla Schwendimann und Michael Rust
Musik: Tadeas Forberger (Klavier) und Belinda Dietziker (Gesang)
(Aufgezeichnet am Mittwoch, 8. April 2020)