Holy Shit – zwei Pfarrerinnen reden Klartext

«Wir machen das anders!», dies versprachen Ende Januar zwei junge Pfarrerinnen im Trailer von ihrem neuen Social-Media-Projekt Holy Shit. Mit diesem Versprechen, und bisher vier professionell gestalteten Videos, ist Claudia Steinemann und Priscilla Schwendimann ein polarisierender Start gelungen. Holy Shit, zu finden auf YouTube und Instagram, bietet eine lebendige Plattform, um Aspekte zu entdecken, die auch die reformierte Kirche in Zukunft beschäftigen dürften. Ausserdem geben die zwei Pfarrerinnen einen Einblick in ihren Alltag für die Kirche.

Holy Shit spricht junge Menschen bis 30 Jahre an und will auf diesem Weg neue Facetten und Veränderungen des christlichen Glaubens aufzeigen. Im Zentrum stehen nicht theologische Erläuterungen, sondern zwischenmenschliche Beziehungen und Themen, die die junge Community beschäftigen. Neben Diskussionen rund um die Kirche, stehen besonders Themen wie die psychische Gesundheit und die LGBTIQ im Mittelpunkt. So thematisiert Steinemann beispielsweise offen ihren Alltag mit ADHS und Schwendimann erläutert ihr Coming-out als queer und die Folgen für ihr Leben. Die Pfarrerinnen verbinden diese Themen mit ihrem Glauben, sprechen Tabus an und räumen mit verschiedenen Vorurteilen gegenüber der Kirche und dem Christentum auf.

Im ersten Video von Holy Shit haben sich die Pfarrerinnen mit viel Offenheit, Humor und Schlagfertigkeit den auf Instagram gesammelten Vorurteilen gegenüber der Kirche gewidmet.

Persönlicher wird es dann im zweiten Video, in dem Priscilla Schwendimann die Geschichte ihres Coming-outs erzählt. Einerseits wird auch in diesem Video viel gelacht, anderseits zeigt es jedoch sehr viel Tiefe und Verletzlichkeit, da diese Thematik, gerade in Kombination mit der Kirche, noch immer nicht alltäglich ist. Gelacht wird auch im vierten Viedeo, wenn die beiden Pfarrerinnen Kirchenlieder erraten, die mehrmals durch den Google Translator gerüttelt wurden.

Holy Shit hat das Potenzial, junge Menschen zu berühren und allfällige Tabuthemen an- und auszusprechen. Weiter möchte Holy Shit, manchmal auch auf eine etwas provokative Art, interessante Diskussionen lostreten und ein allfälliges Umdenken bewirken.

Priscilla Schwendimann und Claudia Steinemann geben mit ihrem Projekt definitiv einen erfrischenden Denkanstoss. Es bleibt also spannend, welches Thema sich die beiden energiegeladenen Pfarrerinnen fürs nächste Video ausgedacht haben.

Zum YouTube-Channel von Holy Shit

Instagram: holyshit_ch

6 Kommentare zum Beitrag “Holy Shit – zwei Pfarrerinnen reden Klartext”

    • Liebe Frau Grieder
      Danke für Ihre freundlichen Worte. Und es freut uns, dass Sie auch der Meinung sind, dass Gott die Menschen so liebt, wie sie sind.
      Herzliche Grüsse

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  1. Ich habe gerade auf srf von euch gelesen! Echt super was ihr da macht und ich bin froh, dass ihr ein Zeichen dafür setzt, dass homosexuelle Personen nicht aus unserer Kirche ausgeschlossen werden dürfen. Ich finde euren Mut super und ich wünsche euch weiterhin viel Energie für diese wertvolle Arbeit!

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    • Liebe Frau Rickenbacher
      Die beiden Pfarrerinnen Priscilla Schwendimann und Claudia Steinemann haben mit ihrem Projekt Holy Shit eine jüngere Zielgruppe im Blick und sie setzen sich stark für Diversität ein. Sie greifen Themen auf, die junge Menschen interessieren und für sie relevant sein. Wir sind froh, dass die beiden jungen, mutigen Pfarrerinnen sich engagieren für eine lebendige Kirche, in der auch junge Menschen einen Platz haben.
      Herzliche Grüsse

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  2. Ein Schandfleck für die Reformierte Kirche Zürich. Gottes Wort wird nicht ernst genommen. Eine Spassgesellschaft innerhalb der Kirche mit dem Geld der Kirchenmitglieder. Es ist zu hoffen, dass die ernsthaften Christen erwachen und erkennen was da gespielt wird.

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    • Liebe Frau Gut
      Die Pfarrerinnen Priscilla Schwendimann und Claudia Steinemann haben mit ihrem Projekt Holy Shit eine junge Zielgruppe im Blick. Ich gehöre nicht mehr in diese Zielgruppe – und ich gehe jetzt einmal davon aus, dass Sie auch eher nicht dazu gehören. Die beiden Pfarrerinnen greifen Themen auf, die junge Menschen interessieren und für sie relevant sein. Sie machen dies sehr mutig und zeitgemäss – das finde ich lobenswert.
      Aber wir haben auch viele andere Angebote in der reformierten Kirche. Vielleicht passt ja etwas anderes besser zu ihnen.
      Herzliche Grüsse

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