Was hilft gegen den November-Blues?

November

Der November ist besser als sein Ruf. Mitarbeitende der refromierten Kirchgemeinde Zürich verraten ihre besten Tipps und Tricks gegen kalte Füsse und depressive Verstimmungen.

Beinahe unbemerkt hat er sich wieder in unser Leben geschlichen: Der November. Schon fast vergessen waren die Nässe, die uns durch Mark und Bein geht, der eisige Wind, der uns zum zügigen Gehen antreibt. Und da ist ja noch die Nacht, die täglich früher über uns hereinfällt. Das Licht schwindet – und macht einer grossen Dunkelheit Platz. 

Noch gar nicht lang ist es her, da haben wir im Wasser geplantscht und uns in der Sonne gebräunt! Wir waren verliebt, haben gelacht, sind mit dem Velo über Feldwege gesaust und haben den frischen Sommerduft eingesaugt. Nun verhöhnt uns der Gartenstuhl vor dem Haus. Die Farbe blättert ab, nasses Laub klebt am morschen Holz und erinnert uns an den Lauf der Zeit.

Hingabe an die Hingabe

Mit einem Stossseufzer nehmen wir die gefütterten Winterstiefel aus dem Schrank, dabei berühren wir mit der Hand zufällig einen weichen Stoff. Ja genau! Da hängt ja der kostbare Mantel aus Schurwolle und Kaschmir, ein Schnäppchen des letztjährigen Ausverkaufs! Und irgendwo müssten auch noch die bunten Zehensocken sein, die immer so gute Laune machen.

Annelies Hegnauer, Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Zürich, greift im Winterhalbjahr bewusst in den Kleider- und in den Küchenschrank: «Nicht dunkle, sondern starke Farben bei den Kleidern, buntes, abwechslungsreiches, gesundes Essen und das Staunen über die faszinierende Natur helfen mir, von aussen das Graue im Innern zu verdrängen.»

Das nasskalte Wetter macht Lust auf eine Tasse dampfenden Tee. Und wann wird eigentlich die Glühweinsaison im Freundeskreis eingeläutet? Wärme ist auch für Ulrich Meldau, Kantor der Kirche Enge, zentral: «Ein Feuer im Cheminée, das man öfters mal anmachen kann. Der ausklingende goldene Herbst, dem man in der Natur begegnet und natürlich der November-Blues, sofern man ‹Blues› als Musiksparte oder Hinweis auf Kultur nimmt.» Tatsächlich sei für ihn der November einer seiner Lieblingsmonate.

Auch Monika Ramsauer vom Sekretariat im Kirchenkreis neun hat ein Rezept gegen kalte Hände: Heisse Maroni und lachen ohne Ende. Alexandra Baumann, verantwortlich für Administration und Kommunikation in den Kirchenkreisen vier und fünf, verbringt jeden Tag mindestes eine halbe Stunde draussen und tankt Tageslicht – bei jedem Wetter. An den Arbeitstagen macht sie das am liebsten über Mittag. Alexandra Baumann: «Das tut Körper und Seele gut und vertreibt den Blues.»

Vielleicht finden Sie ja in unseren Veranstaltungen etwas, das Ihnen gegen den November-Blues hilft. Stöbern Sie doch ein wenig durch unseren Veranstaltungs-Kalender.

Verraten Sie uns Ihre Tipps und Tricks gegen Nebelsuppe und depressive Verstimmungen

Was sind für Sie die reizvollen Seiten des tristen Monats November? Kommentieren Sie diesen Beitrag und verraten Sie Ihr Rezept.

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