Von Eseln und Kamelen: Geschichtenweg 2020

Eine Schnitzeljagd durch die Altstadt anhand des Buches «So ein Kamel» von Urs Lauber und Andrew Bond. Foto: Melinda Rieder

In der Zürcher Altstadt können Jung und Alt auf einen spannenden Geschichtenweg ablaufen. Mit dem Handy in der Hand folgt man den Spuren von Esel und Kamel aus dem Buch «So ein Kamel» von Urs Lauber und Andrew Bond. Für den Weg braucht man etwa eine Stunde. Start ist an der Predigerkirche.

«Jede Reise hat doch ihr Gutes. Immerhin sehe ich viele neue Gegenden», sagt der Esel auf der Rathausbrücke. Doch Moment, warum hat er sich denn überhaupt auf den langen Weg gemacht? Freut er sich auf sein geheimnisvolles Ziel? Und was hat das Ganze mit einem faulen Kamel zu tun? Finde all das und noch viel mehr heraus, auf dem weihnachtlichen Geschichtenweg der Altstadtkirchen in Zürich.

Im Gegensatz zum entdeckungsfreudigen Esel würde das Kamel lieber in seinem gemütlichen Stall bleiben. Das verstehen wir doch ganz gut, gerade bei winterlichem Schneeregenwetter! Umso besser gibt es nun einen Grund, uns doch auf die Reise zu wagen: Pfarrerin Priscilla Schwendimann erzählt an den einzelnen Stationen eine spannende Geschichte. Wer also mehr über Esel und Kamel hören möchte, sollte sich warm einpacken und auf den Weg in die Altstadt machen. Es lohnt sich.

Der Start des Geschichtenwegs ist bei der Predigerkirche. Von da aus führt die ungefähr einstündige Entdeckungsreise kreuz und quer durch die Altstadt bis zum Grossmünster. Auf jeder Geschichtentafel findet sich ein Hinweis auf den nächsten Posten. Die Ausschnitte des Bilderbuchs «So ein Kamel» von Urs Lauber und Andrew Bond sind auf grossen Tafeln gut lesbar oder können für kleinere Kinder vorgelesen werden. Wer ein Smartphone mit mobilen Daten dabei hat, bekommt die Geschichte liebevoll und unterhaltsam erzählt.

Noch ein Geheimtipp: Es lohnt sich, die beste Detektivenmütze mitzunehmen. Neben der Geschichte von Esel und Kamel gibt es nämlich auch Rätsel zu lösen und Dinge zu entdecken, dafür muss die Umgebung ganz genau untersucht werden.

Die zehn grossen Tafeln mit den Geschichten sind nicht zu übersehen. Der winterliche Spaziergang kann zeitlich flexibel stattfinden. Wer zu den Öffnungszeiten des Grossmünsters und Fraumünsters unterwegs ist, darf auf zusätzliche Überraschungen in den Kirchen gespannt sein.

An der Geschichte werden sich besonders Kinder zwischen drei und vierzehn Jahren freuen. Aber auch Menschen jedes Alters, die Freude haben an einem kleinen Stadtrundgang, lustigen Eselstimmen und interessanten Entdeckungen.

Und: Hat der Esel sein Ziel erreicht und kann sich das Kamel doch noch über die Reise freuen? Finde es noch bis am 4. Januar 2021 auf dem Geschichtenweg heraus!

Foto: Melinda Rieder

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